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Tagebuch / Blog

Mittwoch, den 20 Juni 2018

Dave McKean ist einer der Comic-Künstler die ich seit über 2 Jahrzehnten verfolge- und von deren Werk ich nie genug bekommen kann.

In dieser Woche sitze ich an einer konzeptionelle Comicserie für einen Konzern- und an einem Kinderbuch für einen bekannten Kinderbuchverlag. Von Morgens 8.00 bis Abends um 18.00 kann ich in ruhhe vor mich hin zeichnen, und wenn es das Wetter erlaubt (so wie heute), liege ich nach dem Abendessen in meiner Hängematte  unter freiem Himmel und lese.

Heute also ein Buch, illustriert von Dave McKean.

Ich fand am Vormittag zwei Videos auf Youtube, die ihn bei der Arbeit zeigen- und fühlte mich sofort inspiriert:

https://www.youtube.com/watch?v=WYMyw_HuXsI

und

https://www.youtube.com/watch?v=0FpitgKxde0

 


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Montag, den 18 Juni 2018


Ich sitze gerade an den Illustrationen für ein Kinderbuch (eine Auftragsarbeit), die mich etwas sentimental stimmen. Das Buch ist fü die Lesestufe 3 (also ab 8 aufwärts) und ich versuche, mich daran zurückzuerinnern, als ich in dem Alter war- und wie es sich anfühlte. Zufällig hatte ich letzte Woche im Fach Filmanalyse noch ein süßes Video wiedergefunden, das vom Text her ganz gut passt. JCB nennt man diese Schaufelbagger, die man gelegentlich auf Baustellen sehen kann und im Song erinnert sich der Sänger an die Zeit zurück, als er neben seinem Vater im Führerhaus saß und, auf einer Werkzeugkiste sitzend mitfahren durfte. Wer auch immer mit dem Gedanken spielt, selbst zu animieren, sollten sich übrigens die letzte Einstellung noch mal etwas länger ansehen...

https://www.youtube.com/watch?v=28nMdM_xecg


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Freitag, den 15 Juni 2018


Tag 5.

Heute ist der letzte Tag des Praktikums und ab Samstag sitze ich wieder ganz alleine in meinem kleinen Studio hoch über den Wolken der Bochumer Innenstadt.

Wonder-Girl (meine Praktikantin) wird heute Abend wieder Ihren Eltern übergeben – und sie wird mir fehlen.

Neben allerlei Experimenten (in erster Linie Lebensmittel betreffend), habe ich in dieser Woche viele neue Dinge gelernt.

Einige Davon möchte ich hier teilen:

-Der Unterschied zwischen 51 und 15 ist eigentlich nur eine verdrehte Reihenfolge der Zahlen, wenn von Möglichkeiten, albern zu sein, ausgeht.

-Ich weiß nun weit mehr über Percy Jackson, Assassin´s Creed und alle derzeit auf der PS4 erhältlichen Spiele als gut für mich sein kann.

-Ich kenne seit dieser Woche die Götter der Griechischen Mythologie auch von den Vornamen her (Wer wusste schon, dass Poseidon mit Vornamen Harald hieß?)

-Um eine Hängematte elegant zu erklimmen bedarf es mindestens 2 Personen: Eine, die die Matte hält, eine weitere, die versucht, nicht herauszufallen.

-Meine Küche ist wirklich nicht so schlecht, wie meiner Freundin mich glauben macht.

-Popcorn zählt als Gemüse. Wenn man die Augen halb schließt, könnte man Cola für Fruchtsaft halten.

-Jungs um die 15 Jahre sind alle blind und bescheuert. Ich finde, Mädels in dem selben Alter sind ja soviel smarter.

Mal sehen, was Wonder-Girl gelernt hat. Hier ist ihr Logbuch-Eintrag:

 

„Tag 5

Da stand ich nun mit einer Mütze auf dem Kopf und einem Glücksbringer in der Hosentasche. Ich musste in der Stadt der fast fertigen Comics meinen Comic fertig machen. So zog ich durch das Viertel der Nachzeichnungen und Bearbeitung. Vorbei an der Straße für Fehler korrigieren, hin zu dem Gebäude der Sprechblasen Lettern. Dort wurde mir gesagt, dass ich in einen anderen Ort müsse, um meinen Comic zu kolorieren.

Meinen Informationen nach musste ich zu einem gewissen Schnabulack, nur er könnte mir helfen meinen Comic zu beenden. Der Weg wäre lang, sagte man mir, aber es würde sich lohnen.

Nach dem ich alles beisammen hatte, ging ich zurück zu meinem Auszubildender. Ich erzählte ihm, dass ich nun fort müsste um meinen Comic zu beenden.

Schweren Herzen verabschiedete ich mich von ihm, er wünschte mir viel Glück und das ich mal wieder vorbei kommen solle.

So machte ich mich auf den Weg zu einer kleinen Insel, wo ich den Herrn Schnabulack treffen würde, damit er mir helfen könne meinen Comic fertig zu stellen. Mit meiner neuen super tollen, extravaganten, spektakulären, sensationellen Mütze und meinem Glücksbringer in der Tasche machte ich mich auf in die Welt des Kolorierens.


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Donnerstag, den 14 Juni 2018


Tag  Vier  des Praktikums der überaus fleißigen Praktikantin Wonder-Girl (Name von der Redaktion geändert) .

Neben der Tagesarbeit, die mit Ausmalen für Ralf (superlangweilig!) und dem Erstellen eines eigenen Comics (superspanned!) gefüllt wird, ging es in den frühen Abendstunden endlich ins Freie, um Comics in ihrer natürlichen Umgebung zu beobachten:  Einem Comicladen.

Hier stellt sich natürlich jetzt die Frage: Sollte man wirklich eine fünfzehnjährige junge Frau auf eine so gefährliche Expedition mitnehmen? Absolut! In freier Natur lassen sie sich Comics noch immer am besten studieren. Auch wenn sich eventuell peinliche Szenen vor den Augen abspielen können.

Also haben wir festes Schuhwerk angezogen (es regnete), Sandwiches gebaut (Pastrami mit Salat) und Fernglas (Sprich: Ralfs Lesebrille) sowie ein wohlgefülltes Portemonnaie (Ralfs) in den Rucksack gesteckt und uns dorthin aufgemacht, wohin es nur wenige Zeichner lebend geschafft haben:

An die Sonne.

Im Schutz der einsetzenden Dunkelheit und unter Zuhilfenahme unpünktlicher öffentlicher Verkehrsmittel (ein Abenteuer für sich!,) ging es dann zum „Comicland“ nach Dortmund Bövinghausen

Wir mussten allerding erst mal eine freie Passage mit König Thomas I() im Kassenbereich aushandeln, um dann weitestgehend ungestört, von nicht immer freundlich gesinnten Geeks und Nerds (ich glaube so nennt man die dort heimischen Stämme) in den Regalen friedlich grasende Comics, Graphic Novels und Bücher  beobachten zu können.

Ein faszinierendes Schauspiel, das nur wenige Menschen in angemessenen Umfang genießen können! Am liebsten hätten wir sie alle mitgenommen um ihnen bei uns ein neues Zuhause zu geben! Sehr emotional. Und gefährlich.

Eine etwas anders gelagerte Schilderung unserer Abenteuer im wilden Großstadt Dschungel gibt Wonder-Girl selbst nun in ihrem heutigen Logbuch-Eintrag zum Besten:

 

"Tag 4

Allein und nur mit einem Bleistift bewaffnet, stand sich die trottelige Praktikantin einer Horde Sportsocken gegenüber. Getrennt von ihrem Auszubildenden und fern ab des Weges, war die junge Frau sich selbst überlassen.

Zudem steckte sie noch in diesem Tintensumpf fest. Nur mit Mühe konnte sie sich vorwärts bewegen, doch ohne Vorwarnung schleuderten die Sportsocken eine Welle aus stinkenden Gerüchen auf die Praktikantin. Nur mit Mühe konnte sie die Übelkeit unterdrücken.

Das war Wonder-Girl  zu viel, unter ihr ertönte ein Song von drei  verrückten Ärzten. Mit dieser unterstützenden Musik stürzte sie sich in den Kampf. Sie beworfen die Sportsocken mit dem schlimmsten Sprechblasen die sie finden konnte. Worauf sich die Sportsocken  mit ihrem miefenden Gestank verzogen. Die Praktikantin wanderte durch den  dichten Wald der  Nicht-Ausgefüllten-Sprechblassen.

Bis sie schließlich zu den unendlichen Weiten Weiden der freilebenden Comics gelangte wo ihr Auszubildender schon auf sie wartete. Er drückte ihr einen unfassbare seltene, total  wichtige, unheimlich spektakuläre  Mütze in die Hand und einen kleinen Glücksanhänger. Und schickte sie in die Stadt der fast fertigen Comics um ihren Comic zu Ende zu schreiben.

Fortsetzung  folgt…

…das Ende ist nah."

 


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Mittwoch, den 13 Juni 2018


Tag drei des Praktikums.

Meine Praktikantin lebt seit 3 Tagen hier und entdeckt gerade Details meiner Umgebung, die sie verständlicherweise irritieren (siehe Fotos).

 

Der Morgen begann vor Sonnenaufgang mit dem Einlegen von selbstgefangenen Heringen (das wurde einfacher, als ich noch einmal nachlas, dass sie dazu nicht mehr lebendig sein müssen!), Schwimmen in der eiskalten Ruhr und einem ausgiebigen Frühstück in einem Spezialitäten Restaurant, das so ähnlich klingt wie "Mach Ronald!"

Danach zeichneten wir wie die Teufel, und hatten gegen Mittag schon einen beachtlichen Stapel Papier im Müllkorb liegen. An manchen Tagen ist das halt so.

Danach Mittagessen (Popcorn und Cola) und eine Runde auf´s Trampolin (Cola und Popcorn waren keine so gute Idee, wie ich dabei feststellen musste).

Es folgte ein Nickerchen auf der Hängematte (Platz war nur für eine Person- also lag ich darunter) und weiter ging es mit der Zechnerei. Am Abend waren dann auch wirklich viele brauchbare Sachen fertig, die gescannt, koloriert, bewundert und dann wieder gelöscht werden konnten.

Zum Abendessen gab es Schnitzel mit Salat. Sah verdächtig gesund aus-und schmeckte auch so.

Ein großer Tag, wie wir beiden fanden!

Das kann man auch im Logbucheintrag von Wonder-Girl nachlesen:

"Tag 3

Wir wurden von der Indie- Musik umzingelt und mussten uns in einem Haufen aus Papierresten verbarrikadieren. Vier lange Minuten ohne Chips und Cola! Es war pure Folter. Während die Indie-Musik immer lauter wurde. Doch plötzlich wurde die Indie-Musik von zwei sehr feisten Musikern überrannt. Und wir konnten endlich zurück an die Arbeit. Super!

 Wir kämpften uns weiter durch den Dschungel aus Linien und Radiergummiresten. Die zwei  feisten  Jungs motivierten uns mit lustigen und verrückten Texten. Nachdem wir die Welt des Nachzeichnens zur Hälfte hinter uns hatten stellten sich uns zwei riesige Paar Schuhe in den Weg, die koloriert werden mussten. Einers der beiden Schuhpaare konnten wir besiegen, ohne von seinem käsigen Gestank verrückt zu werden.

 Doch die trottelige Praktikantin machte beim zweiten Paar schlapp und wurde nur mit einem Schuh fertig. So wurde ich von dem Schuh in die Schlucht der grauenhaft stinkenden Füße befördert. Und so wurde ich von meinem Ausbilder getrennt.

 Umzingelt von stinkenden Sportsocken stand ich in einem Sumpf aus Tinte und schwimmenden Sprechblassen.

Fortsetzung folgt…   "

 

 


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Dienstag, den 12 Juni 2018


Der 2. Tag des Praktikums startete recht ruhig mit einem Waldspaziergang, bei dem wir als Quest 3 Runensteine von Trollen abjagen mussten. Kein Problem, dachten wir uns, und waren um 8:00 zurück am Zeichentisch.

Zwischendurch organisierte meine Praktikantin noch eben alle Stifte und Waffen in meinem Kabinett, zog der Nacktkatze ein Mickey Mouse Kostüm über (sehr süß!) und gegen Mittag dann waren die ersten 30 Seiten ihrer einen Geschichte (in Comicform) fertig. Ich selbst habe gerade mal geschafft, eine Doppelseite fertig zu colorieren.

Frauen sind ja soviel effizienter mit ihrer Zeit!

Danach ging es in den Tierpark, wo wir mit den Wölfen eine Runde um die Wette heulten (1:0 für die Wölfe), dann in die Eisdiele zum Chillen und am Nachmittag haben wir noch den Plan gefasst, den Welthunger ein für alle Mal abzuschaffen- und wissen auch schon wie: Knallbrause.

Mehr soll aber an dieser Stelle noch nicht verraten werden, bevor wir es uns nicht haben patentieren lassen.

Gegen Abend habe ich dann Pfannkuchen gebacken, während meiner höchst emsige Praktikantin "Wonder-Girl" ihren Logbuch-Eintrag für heute verfasste:

"Tag 2

Mit Stift und Radiergummi in der Hand machten wir uns auf in die Welt des Nachzeichnens  und wurden dabei  von Indie-Musik verfolgt.

Durch das Stunden lange Kolorieren von kleinen Fenstern eines Hochhauses wurde mir eines bewusst: dass ich jeden an die Gurgel springe, der sagt, dass Kolorieren total einfach wäre und doch nur ein bisschen ausmalen ist. Das könnet doch jeder. Der Tag ging zu neige und im endefekt waren es nur 6 Bäume und 3 Hochhäuser die fertiggestellt werden konnten. Nicht einmal die Hälfte des gesamten Bildes.

Naja was soll man tun? Irgendjemand muss es ja machen, dann also morgen noch ein paar Hochhäuser anmalen! "

 

 

 

 


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Montag, den 11 Juni 2018


So, neben Freeclimbing, Bungy-Jumping, alle Türen in unserer Straße zählen, die Blau sind (zwei!) und nach üppigen selbst zusammengeschusterten Hamburgern hat meine höchst talentierte Praktikantin (wir nennen sie hier einfach mal Wonder-Girl) auch Zeit gefunden, unsere ausufernden Erlebnisse in einen Logbuch-Eintrag zusammenzufassen:
 
"Tag 1:
Der Tag begann mit dem Vorzeichnen von zwei Seiten Comics. Danach das Kolorieren eines Kinderbuches und der nächsten Episode von CHAMP zu "Ganz schön Feist"-er Musik und endete mit einer Stadtrundtour und Eis."
 
Hatte ich aufregender in Erinerung- aber das ist auch OK.
:-)

 


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Freitag, den 08 Juni 2018


Ich habe eine neue Comic-Serie für das Magazin BORUSSINI in Arbeit- und liebe die durchgeknallten Maschinen, die ich dafür erfinden darf...


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Mittwoch, den 06 Juni 2018


In diesen Tagen assistiere ich für meine Liebste, die ein Kinderbuch illustriert hat- und einen berühmten Kollegen. Farben anlegen und Hintergründe zu pinseln fällt mir verhältnismäßig leicht, und so genieße ich diese Tätigkeiten und bereite mein Studio auf die Schulpraktikantin vor, die mich hier ab Sonntag für eine Woche bei der Arbeit begleiten wird. 

Es stehen an: Kinderbuch-Illustrationen, Marketing Illus und ein paar Portraits.

Sie wird hier auch jeden Abend ein paar Fotos von unseren Abenteuern einstellen- und sicher auch ein paar Zeilen dazu schreiben...

:-)


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Montag, den 04 Juni 2018


Der erste Tage zurück vom Comic Salon in Erlangen startete um 5.00 und ich mache gerade eine kleine Kaffeepause. Erst 5 Tage Comic-Seminar, war ein absolut berauschendes Erlebnis war (mal wieder) und in dem ich den im Herbst anlaufenden Webcomic weiter voran bringen konnte, danach folgten vier nicht minder aufregende Tage auf dem Salon selbst.

Einen Preis gab es übrigens auch: Eine lobende Erwähnung für den KRISTALL UND RAUCH Comic bei der ICOM Preisverleihung!

Fand ich wirklich tollund war sehr gerührt über die lobenden Worte bei der Laudatio.

:-)

Gestern habe ich auch noch ein Videointerview auf der Messe gegeben, dass ich hier verlinke, sobald es online steht...

 


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