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Tagebuch / Blog
Sonntag, den 24 Februar 2013


"The Air is on Fire"
So lautet der Titel eines Albums von David Lynch (eben der!).
Beschrieben wird damit, das die Luft zwischen dem Betrachter und dem Betrachteten auch eine Substanz haben kann.

Ich mag die Vorstellung, dass ich in Weisse Lügen ständig ein gewisses atmosphärisches Element als zusätzlichen Informations-Layer im Bild habe.

Meine ersten Versuche konnte man hier sehen:

http://comixfactory.de/?go=gallery&id=26&pic=1588

Und oben sieht man ein Panel aus der aktuellen Coloration von WEISSE LÜGEN.
Es war garnicht so einfach den richtig stimmungsvollen Schneeflocken in der Luft Effekt hin zu bekommen- aber ich bin eigentlich ganz zufrieden damit.

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Montag, den 03 Dezember 2012




Ich schaue heute Abend einen Film namens "SEEKING A FRIEND FOR THE END OF THE WORLD", und mir fällt auf, das das Apokalypse-Film Genre seit einigen Jahre wirklich boomt. Natürlich ist dieser falsch ausgelegte Maya-Kalender schuld daran, aber die Faszination, Geschichten über den Untergang der Welt zu lesen, ist deutsch spürbar.

Vor einigen Jahren habe ich einen sehr guten kanadischen Film zu dem Thema gesehen: LAST NIGHT

http://www.imdb.com/title/tt0156729/

Er ist etwas schwer zu finden (derzeit vermutlich nur aus den Staaten zu bestellen)- aber er lohnt sich, da das (nicht näher benannte) Ende recht realistisch erlebbar geschildert wird.

Das vorzeitige Ende erfuhr heute auch ein Projekt, an dem ich arbeitete, und das nach gut einem Monat abgebrochen wurde.

Wiedereinmal zahlt es sich aus, alles für das Projekt zu geben- jedoch nicht sein Herz zu verlieren.

Für Grafiker ist das oft recht schwer, da wir doch meist mit einer Menge Eigeninvestment arbeiten, aber über die Jahre habe ich eine Art Schutzmechanismus entwickelt, der die schlimmsten Depressionen abwendet. Ich denke einfach nicht weiter darüber nach.

Auf der positiven Seite jedoch hat sich bei meiner Arbeit an WEISSE LÜGEN ein unglaublich netter Herr bereit erklärt, mir mit Schilderungen von seinen höchst eigenen Eindrücken über die Arbeit unter Tage. weiter zu helfen.

Und da ich in den nächsten Wochen die Texte von Kapitel 5 angehe (da geht es zum ersten Mal hinein in die Tiefe) - sind diese Schilderungen ein bemerkenswerter Zugewinn, und machen den Abschnitt (der erste Tag unter Tage) zu einem sinnlich nachvollziehbaren Erlebnis.




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Samstag, den 01 September 2012




Danke für die netten Kommentare zum Kurzen Ausschnitt aus Weisse Lügen.
Die Kurzgeschichten bekommen nun auch eine eigenen Galerie und lassen sich hier finden:

http://comixfactory.de/?go=gallery&id=26

Die Lesegröße ist tatsächlich ein Problem. Und wenn ich in den nächsten Tagen Zeit finde, lege ich Bild für Bild ab, so dass man die Panels zum Lesen einfach durch klicken kann.

Das Interview dazu sollte in den nächsten Tagen kommen und ich verlinke es dann hier. Zuvor aber gibt es sicher noch meine Seite dazu- und ich werde sie morgen zeichnen...

Einige haben es vielleicht schon bemerkt, aber ich räume gerade den Galerien-Bereich dieser Seite auf und pflege nach und nach neue mit den Arbeiten der letzten Jahre ein. Da einige Games noch immer nicht erschienen sind, ist die Aufstellung etwas Lückenhaft, aber den Anfang mach die Galerie: Arbeiten aus 2008 / 2009

http://comixfactory.de/?go=gallery&id=22




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Donnerstag, den 30 August 2012


Kein Blog-Eintrag gestern (viel Arbeit und ein privater Trauerfall), aber dafür heute einer, der es in sich hat:

WEISSE LÜGEN lässt mich ein bisschen wie Don Quijote fühlen.
Das Projekt startete supertoll und ich war im Himmel. Doch nach einem Monat meinte es mein Schicksal anders, und ich kam nur noch im Schneckentempo weiter. Letztes Jahr der Festplattencrash, der mich gut 30% der Projektdaten kostete und dazu noch jede Menge Nerven.
Aber dieses Buch weigert sich einfach zu sterben...

Passend zum Interview gestern saß ich in den letzten Zügen einer Kurzgeschichte, die Teil der "Weisse Lügen" Graphic Novel sein wird.

Da das Ganze Projekt mich sicher über die nächsten Jahre hinweg noch beschäftigen wird, plane ich in der Zwischenzeit immer wieder Auszüge davon vorab zu veröffentlichen, die auch als abgeschlossene Geschichten stehen können.
Bei den Recherchen stoße ich nämlich immer wieder auf Bilder und Details, aus denen sich kleine "Seitenwege" ergeben. Sehr verführerisch...

Inspiration für die unten stehende Geschichte war ein recht bekanntes Foto:
http://www.shorpy.com/node/52

Im Rahmen der Gesamthandlung wird sie von einem älteren Herren erzählt, der in seinen Jugendjahren auf einer Irischen Zeche arbeitete.

Die Auflösung seiner Erzählung lässt natürlich Fragen ob des Wahrheitsgehalts zu, und das ist durchaus beabsichtigt.

Ein wenig in Vergessenheit geraten ist die Tradition der Geistergeschichten aus dem Bergbau hier im Ruhrgebiet.
Dieser kleine Einschub erschien mir daher recht passend.

Bergmannslatein halt...

Ich selbst kann nicht mehr so recht beurteilen wie die Qualität der Erzählung ist, aber ich freue mich über euer Feedback...








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Sonntag, den 27 Februar 2011




Mein letzter Post für eine kurze Zeit, denn mein guter Freund Jojo Krause, seines Zeichens ebenfalls Grafiker und Illustrator, vertritt mich hier für ein paar Tage während ich an Weisse Lügen arbeite.

Es mag sich ein bisschen geheimniskrämerisch lesen- aber ich habe einiges an Recherche und Arbeit vor mir und werde vermutlich nicht zum Bloggen kommen.
Da aber Jojos Schultern sich genau so gut dazu eignen, einem Zeichner bei der Arbeit zuzusehen (und ich ihn mit gut einem Kilo Schokolade für seine Mühen zu bezahlen beabsichtige), bin ich mir sicher, es lohnt sich regelmäßig hier vorbei zu schauen.

Meine derzeitige Arbeitssituation erlaubt mir endlich, mehr Zeit in mein Buch zu stecken (was ich nicht zuletzt meiner Liebsten zu verdanken habe. Merke: Hinter jedem Zeichner steht eine sehr verständnisvolle Frau) .
Und da solche Gelegenheiten nicht so oft existieren, bemühe ich mich, das Beste aus der Zeit herauszuholen.

Fotos von meinem kleinen Abenteuer wird es dann auch zu sehen geben.

Wie immer, wenn ich mich für ein paar Tage freischwimmen möchte, waren die letzten Tage mit allerlei Abschlussarbeiten, Kalkulationen für kommende Jobs und Präsentationen angefüllt.

Speziell Kalkulationen sind immer ein Arbeitsgang, der zwar nicht bezahlt wird, der aber, möchte ich ihn gründlich machen, immer wieder mehr Zeit veranschlagt, als ich ursprünglich dachte.

Meist bekomme ich dazu Gamekonzepte und ungefähre Grafik Anforderungen per Mail.
Die breche ich dann in die Einzelbestandteile herunter (Wieviele Menüs, welche Buttons, wie sollen die Hintergrundgrafiken aussehen, etc.) und bei diesen Gelegenheiten bin ich ganz froh darüber viele Jahre Berufserfahrung angesammelt zu haben, denn es geht hier ja um meinen Lohn für bestimmte Dienstleitungen.
Wenn ich mit meinen Schätzungen weit daneben liegt, kann es passieren, dass ich mich zu weit mehr Arbeit verpflichte, als angemessen vergütet werden kann.
Und da Nachverhandeln nicht unbedingt professionell wirkt, versuche ich Telefon und Mails in der Zeit, die ich über diese Kalkulationen brüte, komplett auszublenden.

Aber davon habe ich ja nun für ein paar Tage Pause...
Und weil sich das gerade so schön reimt:
Ladies and Gentlemen: Zeit für Jojo Krause!


:-P








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Samstag, den 05 Februar 2011



...und eine weitere Seite.
Ohne Text und Tonwerte sieht sie aber etwas nackt aus...


Der Sturm, der draußen am Fenster vorbei weht lässt mich sehr entspannt an einer neuen Seite werkeln. Eigentlich etwas zu früh für Frühjahrsstürme- aber was soll´s: Hier im Studio ist es schön muckelig.

Neben dem Wind nur das Streichen des Pinsels oder Bleistifts auf dem Papier hörend fällt es mir recht einfach, mich in den Winter 1872 zu versetzen. Allerdings habe ich auch festgestellt, dass ich nach 8 Stunden dann auch gerne wieder auftauche und in der Echtzeit lebe.
:-)

Bevor ich für heute den Laden zuklappe- hier noch ein großartiger VW-Spot mit Darth Vader:

http://www.youtube.com/watch?v=R55e-uHQna0&feature=player_embedded

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Montag, den 24 Januar 2011




Den Großteil des Tages habe ich in Gedanken im Winter 1872 zugebracht und habe mich danach mit einer netten kurzen Doku über Syd Mead (Conceptdesigner von Filmen wie Blade Runner) entspannt.

http://vimeo.com/17376932

Zwischen 2019 und 1872 liegen 147 Jahre.

Nach dem Überarbeiten der Texte für Kapitel 3 habe ich mit dem Scannen und aufbereiten der fertig gezeichneten Seiten weiter gemacht. Oben kann man den Raw-Scan ganz gut neben der sauberen Version der Seite sehen.
Da ich auf Din A 3 Größe zeichne und die Druckgrüße am Ende etwas kleiner als Din A 4 sein wird, sollten die Linien hübsch fein und knackig scharf werden.
Der nächste Schritt wäre das Formatieren der Textfelder und Sprechblasen.
Normalerweise würde man diese Leerflächen gleich mit in diie Seite einzeichnen, aber das ich als Texter weniger Erfahrung habe denn als Zeichner, möchte ich mir die Möglichkeit offen lassen, den Platz dafür so flexibel zu halten, wie es nur geht.

Zudem finde ich es für eventuelle Übersetzungen (die mal mehr, mal weniger Platz benötigen, je nach Sprache) und Portierungen in andere Formate (Kapitel als Mobile-App. Ob sich der Aufwand lohnen würde?) ganz praktisch, den Bildteil durchgehend als Bild halten zu können. Das macht auch die Coloration ein bisschen einfacher...

Noch mal zu Blade Runner:
Hier noch ein Link zu einer sehr coolen Schirm, dem Film nachempfunden:

http://cgi.ebay.de/Blade-Runner-Light-Saber-LED-Flash-Light-Umbrella-Star_W0QQitemZ200568225304QQcategoryZ105569QQcmdZViewItemQQ_trksidZp4340.m263QQ_trkparmsZalgo%3DDLSL%252BSIC%26its%3DI%26itu%3DUCI%252BIA%252BUA%252BIEW%252BFICS%252BUFI%252BDDSIC%26otn%3D8%26pmod%3D260719876254%252B260719876254%26po%3D%26ps%3D63%26clkid%3D6598601197789465659

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Freitag, den 21 Januar 2011




Einen ganzen Tag zum Zeichnen, und ich habe das Gefühl, meinen eigenen zeichnerischen Ambitionen für Weisse Lügen langsam gewachsen zu sein.
Mal sehen, ob sich das als Trugschluss erweisen wird.
Aber ich könnte kaum glücklicher sein und bekomme tatsächlich eine Seite pro Tag sauber gezeichnet (hinzu kommt noch mal ein Tag Coloration- wenn man davon sprechen kann- und Textfeinschliff), aber zur Zeit versuche ich mal ein paar Kilometer auf meinen Tacho zu bekommen (solange ich die Zeit dafür übrig habe) und nehme mir Abends noch mal eine Stunde um bestimmte Fakten zu recherchieren.So habe ich heute all die Wikipedia-Seiten und Links zum Deutsch-Französischen Krieg 1868-1870 durchgearbeitet (Weisse Lügen spielt im Winter 1872)
und noch mal mein Wissen über die Medizintechnik (Prothesen!) aus der Zeit vertieft.
Ich habe ein wunderbares Buch über Prothetik von 1919 (sehr umfangreich bebildert- und ganz sicher nichts für zart beseitete Gemüter!) , aber Material aus der Zeit davor ist recht kniffelig zu recherchieren.



Als meine Liebste dann von der Arbeit kam und mir von ihrem Tag erzählte (sie hat einen richtigen Job- im Gegensatz zu mir, also mit Urlaubstagen und der Möglichkeit, sich auch mal krank zu melden) , kam ich mir vor wie der Meganerd, der ich sicherlich bin, als ich von meinem Tag und meinen Forschungsegebnissen erzählte.

Auf der Plus-Seite kamen mehr Infos zu einem kleinen Space-Game per Mail rein, das ich letztes Jahr grafisch zum Teil schon fertig gestellt hatte, und das nun langsam Momentum bekommt. Ich muss mir jetzt langsam Gedanken machen, wie sich das grafisch noch etwas lustiger gestalten lässt.

Ein Bild davon hatte ich letztes Jahr mal gepostet und es zeigt den Look des Spiels (eine Hommage an Star Wars- mit Bordmitteln, wie man unschwer erkennen kann) glaube ich schon recht gut:


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Dienstag, den 20 Oktober 2009



Nach einem 16 Stunden tag bringe ich schon seit einer ganzen Weile nicht die Energie auf, mich wieder an WEISSE LÜGEN zu setzen.
Damit das Projekt aber nicht immer ein unerreichbarer Traum für mich bleibt, versuche ich immer wieder, wenigstens meinen Wissensstand über die Zeit und die Lebensumstände aufzubessern.
Bei meiner Suche nach Werken über Kinderarbeit im 19.Jahrhundert lief mir ein Text über den Weg, der mich extrem beeindruckt hat:

Jahn Spargo ´s THE BITTER CRY OF THE CHILDREN.
Er gibt darin die haarsträubensten Schilderungen über das Arbeits- und Lebensumfeld in Amerika von 1850-1905 wieder und seit gestern habe ich auch ein Exemplar der Erstauflage von 1906 hier, das überraschend gut erhalten ist. Ich bin kein großer Freund vom lesen am Computer und bevorzuge in der Regel ein echtes Buch. Ein so historisch gewichtiges Stück nun im Besitz zu haben erinnert mich auch an die Verantwortung, die Fakten für meine eigene Geschichte akkurat zu halten.
Ein kleiner Ausschnitt-in Englisch:
http://web.viu.ca/davies/H321GildedAge/Spargo.BitterCryOfChildren.1906.htm

Aber nichts ist furchterregender als die Wirklichkeit- daher braucht man nicht viel dazu zu erfinden.
Die Stories von Charles Dickens kennen die meisten von uns- und die Umstände, unter denen seine oft jugendlichen Helden im Viktorianischen London (ebenfalls Ende des 19. Jahrhunderts) aufwachsen sind kaum zu glauben. Aber da es sich um Erzählungen handelt, liegt für mich eine Art nostalgischer Schutzschild über dem Nachvollziehbaren und der Schilderung der Zeit und Umgebung. Ungefiltert hingegen kommt Spargos Buch daher, und er beschreibt die Gründe für ein zum Scheitern verurteiltes Leben, die schon mit der Unterernährung im Kindbett anfangen und der fehlenden Möglichkeit zum Schulbesuch.
Wer THE GANGS OF NEW YORK gesehen hat, wird ein noch dunkleres Bild von der Stadt bekommen...
Sehr beeindruckend und man bekommt den schlechten Atem der Geschichte um die Nase geblasen.

Wer sich solchen Erfahrungen aussetzen möchte:
Das komplette Werk gibt es auch zum Download (PDF) und Online lesen:
http://www.archive.org/details/bittercryofchild00sparuoft

Leider nur in Englisch- aber das ist recht gut verständlich.



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Mittwoch, den 18 März 2009




Den gestrigen Tag habe ich in 2 Archiven verbracht um mehr Fakten gegenzuchecken.
Leichtsinnigerweise habe ich, um mehr Sport zu machen, das Ganze mit einer ausgedehnten Radtour verbunden und war am späten Nachmittag dann dementsprechend KO.
Man muss schon etwas graben, wenn man den Einsatz von Jugendlichen auf den Zechen des 19. Jahrhunderts recherchieren möchte, denn es gibt relativ wenig Bildmaterial und 1856 trat ein Gesetz zum Schutze der Jugend und Frauen (!) in der Arbeitswelt in Kraft- das ein bisschen so beachtet wurde, wie man Ampeln in Italien betrachtet:
Es ist eine interessante Anregung- aber wenn man drum herum kommt, sich dran zu halten, so ist das auch nicht weiter schlimm.

Die Idee hinter diesen zusätzlichen Recherchen ist, die wichtigsten Fakten, der Lebensumstände realistisch zu beschreiben ohne in unnötiges Melodrama abzurutschen, weil man Vorgänge erfinden muss, die sich so unmöglich abgespielt haben können.

Ein Beispiel:
Die 1872 noch weit verbreitete Wurmkrankheit unter den Bergleuten resultierte aus den doch sehr dürftigen hygienischen Bedingungen unter Tage (es gab spezielle Blecheimer für die Notdurft, die in einem vermutlich etwas abgelegenen Streckenbereich abgestellt waren und die von allen in der Nähe benutzt wurden. Wenn man Glück hatte, stand noch ein Wassereimer zum Händewaschen daneben.
Wenn man Glück hatte...
Es kam aber auch nicht selten vor, daß der Eimer gar nicht erst in Anspruch genommen wurde ).
Waschkauen gab es damals auch noch nicht sondern oft nur große, mit Wasser gefüllten Becken die selten mehr waren als ein gemauertes Loch im Boden, in denen man sich nach Schichtende reinigen konnte.

Das Jahr ist auch deshalb so spannend, weil es die ersten ernsthaften Anstrengungen gab, Arbeiterorganisationen aufzustellen.
Jedoch wurde diesen Bemühungen schnell das Rückgrad gebrochen und die ersten Gewerkschaften entstanden erst wenige Jahre später.

Als ich gestern die monatlichen Durchschnitts-Arbeitsschichten gegencheckte, stolperte ich über Listen, die einigen Hauern für den März 1872 im Durchschnitt 25-31 Schichten dokumentierte. Nicht selten auch mal 33-40 Schichten.
Bei einem Monat mit 31 Tagen und einer Durchschnitts-Schichtdauer von 10-12 Stunden.
Das bedeutet, das einige 36 Stunden am Stück durchgearbeitet haben müssen. Schwere körperliche Arbeit mit Hacke und schlechter Luft, kaum Licht und auf engstem Raum.

Und danach reichte das Geld kaum zum Leben...

Brrr....

Damit ich hier nicht auf einer so deprimierenden Note ende:
Hier etwas, daß noch weit cooler ist, als die beiden Aliens vs. Predator-Filme:

http://www.aintitcool.com/images2009/avpball2.jpg
http://www.aintitcool.com/images2009/avppool.jpg
http://www.aintitcool.com/images2009/avptable.jpg

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