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Tagebuch / Blog

Dienstag, den 20 August 2019
 
 
Wieder frisch vom meinem Nachttisch:
 
George Herrimans "Krazy Kat". Die kompletten Sonntagsseiten in Farbe 1935–1944
 
Im Bett lesen kann man dieses Buch wirklich nicht. Und das eigene Englisch sollte leider auch schon etwas fortgeschritten sein, damit man die Stories genießen kann. Viele Sätze sind sehr regionalakzent-schwer und gelegentlich nur phonetisch durch Vorlesen nachvollziehbar (Zumindest wenn man kein Muttersprachler ist).
 
Dennoch lese ich mich in den Abendstunden gerade durch diesen Strip-Klassiker und finde, dass Taschen mit diesem Monument an Buch auch die richtige Größe gewählt hat. Ich sehe in diesen Sonntags-Strips die Einflüsse, die in Strips wie Calvin & Hobbes, Doonsbury oder Peanuts eingegangen sind und finde oft die Komposition der Seiten und den Aufbau der Panels noch immer frisch und überraschend zeitlos.
 
Für Comic-Fans sicher ein hübsches Weihnachtsgeschenk. Oder man nutzt das gute Stück als Wohnzimmertisch. Groß genug ist das Buch ja...
 

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Freitag, den 16 August 2019


 
Welchen Manga kann man Leuten empfehlen, die Manga sonst nicht mögen? Akira mag einem da in den Sinn kommen oder andere Werke, die sich vom Stil ein wenig an Europäsische Comics angenähert hatten.
Ich selbst empfehle in der Regel 2Oth CENTURY BOYS von Naoki Urasawa. Sein Stil ist elegant und der Erzählfluss ist perfekt. So sehr, dass er es in diesem Monumentalwerk schafft, mehere Zeitbenen und eine bunt gemische Figurengruppe problemlos auseinanderhaltbar zu halten.
 
Die Story solbst fühlt sich zu Beginn an wie eine lose Adaption von Stephen Kings IT (Es), marschiert aber dann sehr schnell in eine eigene, höchst originelle Richtung, die sich zu einem wirklich spannenden Whodunnit auswächst.
 
Einmal angefangen legt man es nicht mehr aus der hand, und da kommt es ganz passend, das der Carlsen verlag die Reihe gerade in 11 Bänden neu herausbringt.
 
Wie gesagt- wer Mangas sonst nicht viel abgewinnen kann (ist vermutlich am Ende doch eher eine Generationsfrage und weniger geschmacksbedingt) , dem empfehle ich, mal Band 1 auszuprobieren. Gebraucht sind die Bücher wieder recht erschwinglich (nach einer kleinformatigeren Erstauflage vor fast 15 Jahren )...
 

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Mittwoch, den 14 August 2019


Ein erotischer Comic, den man weiterempfehlen möchte.


Gibt es das überhaupt?


Eine der großen Überraschungen der letzten Jahre war die parallel verlaufende Karriere, die der französischen Zeichner/Autor ZEP für sich angeschoben hat.

Zum einen sitzt der mit TITEUF an einer der bestlaufenden Serien Frankreichs- dann wiederum schreibt und zeichnet er Comics für Erwachsene in einem realistischeren Stil, und erzählt dabei brilliante Geschichten. In ESMERA nutzt er eine einfache wie effektive Grundidee (die Figur wechselt ihr Geschlecht in spezifischen Situationen) um eine Geschichte zu erzählen die Geschlechtergrenzen aufbricht, toll vom Zeichner ViINCE illustriert ist und mal ganz nebenbei auch noch ganz schön explizit ist.


Meine heutige Empfehlung für den Comicleser, der sich etwas Besonderes gönnen möchte, dass man auch als Paar lesen kann.

Die Amazon Rezensionen sprechen für sich...

Esmera bei Amazon.de

 


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Dienstag, den 13 August 2019


 
Dieser Comic dürfte eigentlich nicht funktionieren.
 
MERCI, geschrieben von Zidrou, beschreibt die Geschichte eines jungen Mädchens, die in einem französischen Provinznest zu Sozialstunden im Rathaus verdonnert wird- und dann passiert etwas, das ich nicht erwartet hatte: Ich bekomme eine Geschichte präsentiert, die politische Kleinarbeit thematisiert, und mich wirklich dabei unterhaltsam bei der Stange hält und mir einen positiven Ausblick auf politisches Engeagement vermittelt.
Wow.
Leichtfüßig, mit Charakteren, über die man gerne liest, weil sie ausgearbeitet sind, und einer schönen Übersetzung von gelungenen Dialogen.
 
Ich fragte mich immer, ob man soetwas auch als Deutscher hinbekommen würde, aber ich fürchte, die Antwort ist, dass uns die Leichtigkeit bei ernsten Themen irgendwann abhanden gekommen ist.
 
Alles Zutaten dieser Geschichte sind perfekt miteinander zu einem brillianten Souffle verrührt- und das Buch sei Euch daher wärmstens empfohlen:
 

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Montag, den 12 August 2019


 
 
Das ist der Stoff, den Filmproduktionen gerne mal lizensieren:
 
Eine junge Frau verliert ihr Kind gleich nach der Geburt- und ihr Umfeld lässt sie auf herzzerreissende Weise ihr Kind weiterhin um sich haben. Mein hochgeschätzter Kollege Ingo Römling hat ihn gestern schon erwähnt: LYDIE, erschienen bei Salleck Publications, ist ein einfühlsames Meisterwerk.
 
Geschrieben von Zidrou (morgen mehr zu ihm) ist es eine abgeschlossene Geschichte, die alleine wegen der erzählerischen Ökonomie den Anschaffungspreis wert ist.
 
Französische Comics haben sich, genau wie amerikanische und japanische Comics in den letzten 2 Jahrzehnten massiv weiter entwickelt, und ich ziehe meinen Hut vor einem kleinen verlag wie Salleck, dass sie diese großartigen Titel auch hier herausbringen. Reich werden sie damit vermutlich nicht- aber das ist auch der Grund, warum ich sie hier weiterempfehlen möchte.
 
Übrigens gibt es LYDIE und WUNDERVOLLE SOMMER auch als limitierte Luxusausgaben mit signiertem Ex-Libris und schönem Bonusmaterial hinten dran.
 
Übrigens noch ein Comic, gezeichnet von Jordi Lafebre, der auch WUNDERVOLLE SOMMER so meisterhaft in Szene setzte.
 
Mehr zur Story unter dem amazon Link. Ich selbst möchte hier nicht zu viel spoilern...
 

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Sonntag, den 11 August 2019


 

Ich lese wirklich gerne. Und viel.
 
Und weil meine Gemahlin mir meinen unkontrollierbaren Hunger nach Büchern liebevollerweise nachsieht, gibt es in unserem Haushalt auch keine Grenzen, was Genres, Buchgrößen oder Preise angeht. Aus dieser sehr privilegierten Position heraus wühle ich mich in der Regel durch 10 bis 20 Bücher im Monat.
 
Und weil einige von denen, die hier noch herumliegen ihren angestammten Platz im Regal noch nicht gefunden haben, dachte ich mir, ich kann vielleicht ein paar der Titel hier etwas weiter bekannt machen.
 
Anfangen möchte ich mit der Reise WUNDERVOLLE SOMMER (Le beaux etes), die der Salleck Verlag hierzulande dankenswerterweise verlegt- und die noch viel mehr Bekanntheit verdienen, wie ich finde!
 
Das Konzept ist so brilliant wie einfach: Die Geschichte einer Familie zu erzählen, anhand ihrer gemeinsamen Ferien. Die Alben sind abgeschlossen, die Reihenfolge der Urlaube nicht chronologisch, und alles ist wunderbar französisch, unglaublich gut erzählt und brilliant illustriert.
 
Wer nun an Sommerspecials des ZDF in fremden Ländern denkt liegt nicht völlig daneben, denn es gibt wirklich eine Menge zu sehen in diesen Bänden, aber die Tiefe der Figuren steht in einem wunderbaren Kontrast zu dem leichten Souffle der Stories und Begegnungen. Oh- und der vater der Familie ist auch noch Comic-Zeichner von Beruf, was dem Comic-Fachpublikum noch einen schönen Einblick in die frankobelgische Veröffentlichungskultur eröffnet.
 
Kurzum: Meine Kaufempfehlung für alle, die dieses Jahr, wie wir, daheim bleiben mussten, oder einfach nur leichtfüßige, gut gemachte Comics mögen. Bislang 2 Bände (in Frankreich gibt es schon fünf!)

 


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Donnerstag, den 08 August 2019


 

Ich habe gerade mal nachgesehen, was meine Kinderbuch-Auftragsarbeit vom letzten Jahr so macht?

Der Ravensburger Verlag hatte sich netterweise gemeldet und ich habe den Text auch erst NACH der Vetragsunterzeichnung bekommen. Erst später war mir dann klar, warum. ;-)
Das Experiment habe ich aber dennoch gewagt, denn ich wollte den Projektverlauf bei einem Großverlag mal kennenlernen- und fand den Prozess, sagen wir mal, "sehr interessant".

Die Leute, mit denen ich zu tun hatte, haben damit aber nichts zu tun, denn sie waren durch die Bank nett.

Ich kann auch fairerweise nichts zu der Story sagen, denn die ist nicht von mir. Aber ich glaube, es ist der einzige Ravensburger Titel, zu dem ich absolut nirgends eine Rezension gefunden habe...

Ob´s überhaupt jemand gekauft hat?

 

Ein Bolzplatz für alle


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Montag, den 05 August 2019


Nach 5 Tagen "On-The-Road" um meine Liebste zu A SUMMER´S TALE zu begleiten, die viele, viele Workshops gab, bin ich seit dem Montag Mittag wieder daheim und zeichne meine Finger wund.

:-)

Nee- im Ernst: Es war wirklich interessant, ein solches Festival mal aus der Sicht derer zu erleben, die für den Spaß sorgen. Alleine die Logistik, soviele Programmpunkte und Besucher zu planen und zu kanalisieren ist erfurchtgebietend. Da es aber leider kein, oder nur extrem verlangsamtes Internet in der Lüneburger heide gab, hoffe ich, Ihr verzeiht mir die 5 Tage Funkstille in diesem Blog...

http://www.asummerstale.de/de/flypsite


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Dienstag, den 30 Juli 2019


Christian von Comicgate hat mich letzte Woche zu meinem Kalendermotiv für den Fuck-Yeah kalnder befragt.

Mit Vorskizzen...

Interview auf COMICGATE


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Sonntag, den 28 Juli 2019


Für ein Web-Comic-Projekt arbeite ich mich gerade in die Storytelling-Prinzipien von Kurzgeschichten ein.
 
Bei der Recherche fand ich eine Anekdote über Ernest Hemingway, die ich wirklich bemerkenswert fand...
 
Ein Abend, an dem Hemingway mit einigen Schriftsteller-Kollegen zusammen einge Flaschen Wein leerte, lieft auf eine Wette hinaus: wie kurz kann eine Kurzgeschichte eigentlich sein? Jeder unternahm einen Versuch, und am Ende war es Himingway, der bekannt für seine kurzen Sätze war, der das Rennen machte. Seine Kurzgeschichte umfasste nur 6 Worte.
 
Als ich das las, war ich natürlich neugierig- und das Ergebnis hat mich komplett umgehauen, denn es erzählt alles, was eine Geschichte braucht- und noch mehr darüber hinaus:
 
"For sale: baby shoes, never worn"
 
übersetzt "Zu verkaufen: Baby Schuhe, nie getrangen."
 
Gott, wie brilliant!

https://en.wikipedia.org/wiki/For_sale:_baby_shoes,_never_worn

 


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